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Nord-Süd-Grünzug
Das Projekt Nord-Süd-Grünzug ist in die übergeordnete Maßnahme "Schöneberger Schleife" des Programms Stadtumbau West einzuordnen. Die "Schöneberger Schleife" und der geplante Ost-West-Grünzug dienen der Vernetzung der Teilräume in Tempelhof und Schöneberg. Für den Teilabschnitt zwischen Südkreuz und Großgörschenstraße hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg die Auftraggeber- und Bauherrenfunktion an die Grün Berlin GmbH übertragen.
Die neue Grünverbindung beginnt am Bahnhof Südkreuz mit einer platzartigen Erweiterung und wird dann Richtung Norden westlich der S-Bahnlinie 2 bis zur Großgörschenstraße geführt. Dieser Abschnitt nimmt neben der geplanten Fußwegeverbindung den überregionalen Fernradweg Berlin-Leipzig auf, der vom Potsdamer Platz kommend über den Park auf dem Gleisdreieck und den Flaschenhals im Bereich der Monumentenbrücke an den Nord-Süd-Grünzug anschließt. Entlang des Schöneberger Südgeländes führt der Radweg in die grüne Peripherie Berlins und weiter in das Land Brandenburg.
Für die Benutzer wird eine komfortable Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und den südlichen Stadtbezirken geschaffen. Der Weg hält für Benutzer jedoch auch einen besonderen Erlebnisreiz bereit, der aus der besonderen Topografie des Gleistales herrührt. An der westlichen Seite ist der Weg durch eine dicht bewachsende Böschung begrenzt, hinter der sich die angrenzenden Stadtviertel verbergen.
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Nach Osten geht der Blick über die Bahngleise und zu den Quartieren jenseits der Bahntrasse. In Richtung Norden ist eine nahezu ungehinderte Sicht auf die Türme am Potsdamer Platz möglich.
Auf fast verborgenem Weg in die Mitte der Stadt zu gelangen, ist das spezielle Charakteristikum des Nord-Süd-Grünzuges.
Sitzplätze an der Böschungsseite begleiten den Weg. Zahlreiche Treppen und Rampen entlang des Nord-Süd-Grünzuges erlauben allen Benutzern, insbesondere Behinderten, Menschen mit Kinderwagen, Skatern und Radfahrern einen bequemen Zugang zum Grünzug. Um die Monumentenbrücke weitet sich die schmale Wegeverbindung parkartig auf und bietet zwischen schützenswerter Ruderalvegetation Möglichkeiten für sportliches Spiel. Für die Kinder der benachbarten Wohnquartiere wird der neue Spielplatz auf dem bislang unzugänglichen Gelände zu einem Anziehungspunkt werden.
Die Finanzierung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt aus Mitteln für Gemeinschaftsaufgaben und Mitteln des Stadtumbau West.
Bauherr: Grün Berlin GmbH für das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Lage des Projekts: Bezirk Tempelhof-Schöneberg
Laufzeit des Projekts: 2009-2014
Planung: Thomanek, Duquesnoy, Boemans Landschaftsarchitektur
Download: Übersichts- und Maßnahmenplan zum Begehungstermin am 04. Oktober 2012


