Erweiterung der
Gedenkstätte Berliner Mauer
In den Jahren 2008-2011 soll gemäß dem vom Berliner Senat am 20.06.2006 beschlossenen "Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer" auf dem ehemaligen Grenzstreifen an der Bernauer Straße die Gedenkstätte Berliner Mauer flächenmäßig erheblich erweitert und qualitativ ausgebaut werden. Dort befinden sich seit 1998 bereits der zentrale Gedenkort der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin "In Erinnerung an die Teilung der Stadt vom 13. August 1961 bis 9. November 1989 und zum Gedenken an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft" (Widmung), das Dokumentationszentrum Berliner Mauer und die Kapelle der Versöhnung. Seit Jahren erfahren diese drei Einrichtungen infolge eines wachsenden öffentlichen und touristischen Interesses an der Berliner Mauer einen kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen.
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Mit der geplanten Erweiterung der Gedenkstätte werden diese thematisch verbundenen, aber unabhängig voneinander entstandenen Einzeleinrichtungen ausgebaut und unter Einbeziehung des weitgehend erhaltenen ehemaligen Grenzstreifens der Berliner Mauer zusammengefügt.
Bestandteile der Erweiterungsplanung sind der Neubau eines Besucherzentrums an der Gartenstraße, Ecke Bernauer Straße und die Gestaltung des Kernbereichs der erweiterten Gedenkstätte zwischen Garten- und Brunnenstraße, der vollständig von Bebauung freigehalten wird, als Open-Air-Ausstellung. Im anschließenden erweiterten Bereich zwischen Brunnenstraße und Schwedter Straße sollen Teilflächen gestaltet und der vorhandene ehemalige Postenweg, ebenfalls als Teil der Open-Air-Ausstellung, dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Maßnahmen werden im Wesentlichen aus Förderprogrammen (Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur, EFRE, Gedenkstättenfonds des Bundes, Lottostiftung) finanziert.
Für die Umsetzung des Vorhabens ist ein enger zeitlicher Rahmen vorgegeben. Zum 50. Jahrestag der Errichtung der Berliner Mauer am 13. August 2011 soll die Gedenkstätte in weiten Teilen fertiggestellt sein. 2009 wurden bereits das Besucherzentrum sowie die Freianlagen und die Open-Air-Ausstellung im Abschnitt Garten- bis Ackerstraße baulich umgesetzt. Hierzu gehörte auch der Wiederaufbau eines Wachturms am Originalstandort an der Ackerstraße.
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Bedarfsträger: Der Regierende Bürgermeister von Berlin / Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten und Stiftung Berliner Mauer
Bauherr: Land Berlin, vertreten durch die Grün Berlin GmbH
Projektmanagement: Grün Berlin GmbH für den Bedarfsträger und das Land Berlin
Lage des Projekts: ehemaliger Grenzstreifen an der Bernauer Straße, Berlin-Mitte
Laufzeit des Projekts: 2008-2012
Planung Freianlagen: sinai Freiraumplanung + Projektsteuerung, Berlin
Planung Open-Air-Ausstellung: ON architektur, Berlin
Planung Besucherzentrum: Mola Winkelmüller Architekten, Berlin


