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Temporäre Schutzzone für Feldlerche ab 1. April

Die Besucher der zukünftigen Parklandschaft werden gebeten, zum Erhalt der seltenen Bodenbrüter beizutragen und die ausgewiesenen Vogelschutzbereiche ab dem 1. April nicht mehr zu betreten

Trotz des damaligen Flugbetriebs hatten sich zahlreiche Exemplare der selten gewordene Feldlerche (Alauda arvensis) auf den Wiesen des ehemaligen Flughafens Berlin Tempelhof angesiedelt. Dieser Bestand muss wirksam geschützt werden. Aus diesem Grunde hatte die Grün Berlin GmbH, die das Gelände seit der Öffnung für Besucherinnen und Besucher bewirtschaftet, die Wiesenflächen zwischen den beiden Runways bereits im vergangenen Jahr als Vogelschutzbereich ausgewiesen. Es wurde an die Besucher appelliert, diese Wiesenflächen nicht zu betreten, solange die Feldlerche brütet. Im Spätsommer, nach Ende der Brutsaison, waren diese Wiesenteile frei gegeben worden. Sie konnten den ganzen Winter über für die Freizeitaktivitäten der Besucher genutzt werden.


Ab dem 1. April muss der Schutzstatus für diese Teilflächen nun wieder aktiviert werden werden. Die Feldlerchen sind aus ihren südlichen Winterquartieren zurückgekehrt und suchen ihre angestammten Nistplätze auf. Die Grün Berlin GmbH bittet deshalb auch in diesem Frühjahr darum, den Schutz der mit Hinweisschildern gekennzeichneten Wiesenflächen wie im vergangenen Jahr zu respektieren und sie ab sofort nicht mehr zu betreten. Insbesondere wird darum gebeten, die Leinenpflicht für Hunde zu beachten, um Störungen der brütenden Vögel zu vermeiden.

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Die Feldlerche gehört zu den Bodenbrütern. Sie versteckt ihre Nester in selbstgescharrten Mulden im Gras. Zu erkennen ist der bis zu 19 cm große Vogel an seinem langen Schwanz und der dunkelgestreiften, beigen bis rötlichbraunen Farbe und dem hellen Bauch. Häufig ist eine kleine Federhaube auf dem Kopf zu erkennen. Mit ihrem charakteristischen Trillern und Zirpen sind die Vögel vom Frühjahr bis zum Spätsommer weithin zu hören. In der Zeit von Ende März bis Mitte August brüten die Vogelpaare bis zu dreimal pro Saison. Ein brütendes Feldlerchenpaar beansprucht freie Flächen von mehreren Quadratkilometern, so dass große, offene Gelände wie der ehemalige Flughafen Tempelhofer für sie besonders gut geeignet sind.


Die in Zusammenarbeit mit der Obersten Naturschutzbehörde ausgearbeiteten Schutzmaßnahmen für die Feldlerche im entstehenden Tempelhofer Park haben ihr Ziel bisher erreicht. Untersuchungen von Fachleuten haben gezeigt, dass die Anzahl der Vögel trotz der neuartigen Nutzung durch die zahlreichen Besucher und ihre Aktivitäten in etwa gleich geblieben ist. Etwa 20% der in Berlin vorkommenden Feldlerchen leben im Sommer auf den Wiesen der zukünftigen Parklandschaft.

Temporäre Schutzzone für Feldlerche ab 1. April