Interkultureller Garten
Rosenduftgarten

Nach dem Vorbild der New Yorcker „Community Gardens“ wollen interkulturelle Gärten in Berlin städtische Brachen und freie Flächen für die Bewohner der Stadt gemeinschaftlich nutzbar machen. So soll den Menschen, die in der Stadt leben, das Grün und die Natur ein Stück weit zurückgegeben werden. Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturkreisen nach Berlin gefunden haben und hier bleiben wollen, sollen wieder in der Erde graben können. Denn viele Migranten müssen hier erst langsam wieder Fuß fassen. In den interkulturellen Gärten bietet sich ihnen die Möglichkeit, sich selbständig ein kleines Stück der neuen Heimat „anzueignen“ und nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Dabei verbinden sie Erfahrungen und Einflüsse aus ihrer alten mit denen der neuen Heimat. Die Arbeit am eigenen Garten schafft Selbstvertrauen und einen Identifikationspunkt, der neue soziale Strukturen im Nichts schafft. Auch die Anlieger, die Nachbarn, Spaziergänger und Initiativen profitieren von diesen Beispielen gelebter Integration und bürgerlichen Engagements.

Im Park auf dem Gleisdreieck wurden als erste bauliche Maßnahme in der Nähe der Yorckbrücken Flächen für einen solchen interkulturellen Garten hergerichtet. Der Verein südost Europa Kultur e.V. ist Träger dieses interkulturellen Gartens, der ursprünglich für Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien initiiert wurde.

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Inzwischen gibt es eine bunte Mischung von Gärtnerinnen unterschiedlicher Nationalitäten, die auch mit Bürgern aus der Nachbarschaft zusammenwirken.

Solange die Gärtner anwesend sind, sind die Flächen öffentlich zugänglich und die Besucher sind eingeladen, die bunten Gärten zu betrachten, sich auszutauschen oder mitzumachen. Manchmal gibt es sogar Rosenblättertee aus einer speziellen Rosensorte aus der bosnischen Heimat.

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