Saal der Empfänge

Orientalisches Ensemble aus Haus und Garten

Der Orientalische „Garten der vier Ströme" wurde als riyad oder Gartenhof gestaltet. In der arabischen Welt befindet sich ein riyad in einem großen Gebäudekomplex oder unmittelbar an diesen angrenzend. In den Gartenhof gelangt man vom Haus aus und kann ihn als erweiterten Wohnraum nutzen. Architektur und Gartenarchitektur bilden eine aufeinander bezogene Einheit.

Bislang fehlte dem Orientalischen Garten das entsprechende Gebäude. Der am 8. August 2007 eröffnete „Saal der Empfänge" stellt diesen Bezug her und ermöglicht es, den Garten als geschmückten Hof eines Gebäudes zu erleben.Sowohl der Garten als auch der „Saal der Empfänge" wurden vom Architekten Kamel Louafi geplant.

Arabischer Schriftzug

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Saal der Empfänge

Die dekorative Ausschmückung mit Mosaiken, Fliesen und Holzschnitzereien hat die Firma Andalous Design aus Marokko gefertigt und in Berlin eingebaut.

Von Außen wirken der Garten und der neue Saal durch die einheitliche Höhe, Gestaltung und Farbgebung als zusammenhängendes Ensemble.

Wie im Fall des Gartens enthüllt der neue „Saal" seine prächtige Ausstattung erst beim Betreten des Gebäudes. Der großzügige, ruhig wirkende „Saal" duftet angenehm nach Zedernholz, Licht fällt durch die zentrale Glaskuppel und lässt durch die verzierten Säulen und Bögen ein vielfältiges Spiel von Licht und Schatten zu. Nach und nach nimmt der Besucher die vielen dekorativen Details wahr - bunte Fliesen, wie sie in Marokko üblich sind, zieren die Wände, fein geschnitzte Kapitelle über den Säulen tragen die Decke mit der Glaskuppel. Typisch für die arabische Bauweise sind auch die Arkadengänge, die den gesamten Innenraum umgeben.

Im „Saal der Empfänge" werden sich künftig die Besucher versammeln, um in den blühenden „Garten der vier Ströme" zu gelangen.

Das Gebäude auf quadratischem Grundriss (18 x 18 Meter) wurde als schlichter Kubus mit Flachdach und einer zentralen Glaskuppel konzipiert. Die durchschnittliche Höhe beträgt ca. 3,50 Meter, die Oberkante der zentralen Glaskuppel erreicht 5,00 Meter.

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Saal der Empfänge

Im Norden und Süden befindet sich je ein Eingangsraum als Windfang mit einem Holztor. Die zentrale Fläche im Innenraum (12 x 12 Meter) wird von einem Arkadengang mit 28 verzierten Säulen umgeben, die mit Kapitellen aus Zedernholz abschließen. Die Wände des Saals sind im unteren Bereich mit marokkanischen Fliesen verkleidet und im oberen Bereich glatt verputzt.

Baubeginn: Oktober 2006,
Richtfest:
20. April 2007
Eröffnung:
08. August 2007
Gesamtkosten:
rd. 1,37 Mio. €
Finanzierung:

Der Orientalische Garten wurde aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert.
Die „Allianz Umweltstiftung" hat das Vorhaben kofinanziert.

Gesamtleitung des Projekts: Grün Berlin GmbH

Planung: Gesamtplanung: Gartenarchitektur und Landschaftsplanung Kamel Louafi
mit Büro für Statik und Baukonstruktion PeterJockwer

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Saal der Empfänge

Technische Ausrüstung: ITV Ingenieur-Team-Versorgungs-technik GmbH
Bauausführung: Marokkanisches Gewerk: Andalous Design sarl / Miamar Ecores sarl,
Rohbau:
Bleck & Söhne
Glaskuppel: MIROTEC
Innenausbau: Lothar Dobler
Akustikdecke: Fa. Rogge
Stuckarbeiten: Friedrich P. Schuster

 

Blick in die Säale