
Trockengarten
Kare Sansui
Von den Sitzbänken im Pavillon hat man den schönsten Blick in den Hauptgarten des Japanischen Gartens. Er wurde im Stil eines Trockengartens (Kare Sansui) errichtet. Es handelt sich um einen Kontemplationsgarten, eines typisch japanischen Gartens, der ohne einen Tropfen Wasser auskommt. Die Tradition des Kare Sansui reicht in die von der chinesischen Kultur beeinflusste Kamakura-Zeit (1192-1333) zurück und steht in tiefer Beziehung zum Zen.
Das Steinarrangement des in der Mitte angelegten trockenen Wasserfalls stellt einen Karpfen dar, der einen Wasserfall gegen die Strömung erklimmt und bezieht sich als Zitat auf die Lehre des Zen. Im Zen-Buddhismus heißt es, wenn der Karpfen einen Wasserfall erklommen hat, verwandelt er sich in einen Drachen. Das steht als Vergleich für die Bewältigung einer großen Hürde. Aber auf Grund der Vorstellung, dass aus dem Karpfen, der den Wasserfall erklommen hat, ein Drachen werden kann, der sich frei in der unbegrenzten Weite des Himmels bewegt, ist der Steingarten auch ein analoger Ausdruck für die Zukunft Deutschlands und der Welt. Der am Fuße des trockenen Wasserfalls platzierte Stein symbolisiert diesen Karpfen.
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Trockengarten
Kare Sansui
Eine Steinbrücke, die Freundshaft und Eintracht symbolisiert, führt über das „Meer", das aus weißem, wellenförmig geharktem Kies. Diese Wellen werden Tag für Tag neu erstellt.
Der Weg zum Ausgang führt über Trittsteine zu einem engen Durchgang zwischen dichten Hecken.


