Christlicher Garten

Nach der Eröffnung des Orientalischen „Garten der vier Ströme“ im Jahr 2005 erhielt die Frage nach einem Garten aus dem europäischen Kulturkreis eine immer größere Bedeutung.

Das weltweit einmalige Konzept der „Gärten der Welt“ beinhaltete zu diesem Zeitpunkt bereits vier Gärten aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Das eigentlich Besondere an den „Gärten der Welt“ war jedoch, dass hier Gärten nebeneinander standen und stehen, deren Gestalt durch die Religion des jeweiligen Kulturkreises geprägt sind.

So waren Gärten mit taoistischen (China), buddhistischen (Japan), hinduistischen (Bali) und islamischen (Orient) Gestaltungsprinzipien, Traditionen und Wurzeln entstanden. Der europäische Kulturkreis war zu dieser Zeit nicht vertreten.

Insbesondere der langjährige Partner der Grün Berlin GmbH, die Allianz Umweltstiftung förderte und unterstützte, durch mehrere Kolloquien, an denen Experten aus Religion, Theologie, Gartenarchitektur, Gartenhistorik, Medien und des Landes Berlin teilnahmen, die Weiterführung der Idee zum Bau eines „Christlichen Gartens“.

Hierbei war es wesentlich, dass sich der Christliche Garten in das Gesamtkonzept einfügte und somit, gemeinsam mit den anderen Gärten, wie an einem „runden Tisch“ den Dialog der Kulturen unterstützte.

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Im November 2007 wurden fünf Wettbewerbsergebnisse präsentiert. Die Fachjury entschied sich einstimmig für den Entwurf des Büros relais Landschaftsarchitekten Berlin.

Mit dem Baubeginn wurde der Grundstein für einen Garten gelegt, der für die Besucher einen „Raum der Sprache und des Wortes“ darstellt. Die statisch tragenden Schriftzeichen aus dem Alten und Neuen Testament sowie aus Philosophie und Kultur laden nicht nur zum Lesen ein, sondern bilden bei Sonneneinstrahlung auch ein lebhaftes Wechselspiel aus Licht und Schattens - eines der zentralen Leitthemen des Gartens – und der europäischen Kultur.

Öffnungszeiten:
Der christliche Garten ist ganzjährig für die Besucher geöffnet.

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