
Gartengestaltung
Tri Hita Karana - Garten der drei Harmonien
Der im Erholungspark Marzahn nachempfundene Garten liegt geschützt im Gewächshaus und ist ein Beispiel für die Anordnung eines Wohnkomplexes im südlichen Bali. Eine Lehmziegelmauer grenzt die Wohnanlage von der Umgebung ab. Die Besucher betreten diesen privaten Bereich respektvoll durch ein Tor mit Namen Ankul angkul. Hier trifft man bereits auf die allgegenwärtige Dreiteilung des Balinesischen „Gartens der drei Harmonien", denn das Tor besteht aus dem Sockel mit den Stufen (= Fuß), der Tür aus Teakholz (= Körper) und dem mächtigen Dach mit Krone (= Kopf).
Der Haus- oder Familientempel (Sanggah) innerhalb der Wohnanlage ist erneut durch eine Mauer abgegrenzt. Die Schreine auf den hohen Sockeln erhalten in Bali täglich neue Opfergaben aus Blumen, Früchten und Räucherstäbchen. Dies übernimmt meist eine junge Tochter der Familie.
Das größte Gebäude der Wohnanlage ist ein Allzweckbau. Der Bale Dangin genannte überdachte Pavillon dient den unterschiedlichsten Beschäftigungen. Dort werden Opfergaben vorbereitet, es wird geschlafen, gewebt, genäht oder gespielt.
Die gepflasterte Fläche vor dem Bale Dangin ist das Zentrum der Wohnanlage und damit der Platz, um sich zu treffen und miteinander zu reden.
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Gartengestaltung
Tri Hita Karana - Garten der drei Harmonien
Einen Garten, wie wir ihn kennen, gibt es im traditionellen Bali nicht. Hinter der Wohnanlage schließt sich üblicherweise der Urwald an. Im Balinesischen Garten des Gewächshauses im Erholungspark Marzahn wird dieser tropische Urwald aus vielen Pflanzen geschaffen, die wir häufig als Zimmerpflanzen oder aus Botanischen Gärten kennen: zu den größten zählen die Baumfarne (Cyathaea australis). Daneben gibt es viele andere unterschiedliche Farne wie Sichel-, Nest-, Schwert- und Saumfarne. Blattpflanzen wie z.B. Schraubenbaum, Keulenlilie und Kroton bilden das grüne Dickicht, in dem die Blütenpflanzen das Auge auf sich ziehen. Dazu zählen Gardenien, Hibiskus und eine große Anzahl unterschiedlicher Orchideen-Arten, die an Epiphytenstämmen auch in der Höhe wachsen.
Unverzichtbarer Bestandteil des Balinesischen Gartens ist jedoch der Frangipani-Baum - auch Tempel- oder Pagodenbaum genannt. Der Frangipani-Baum gilt auf vielen indonesischen Inseln als heilig und die Blüten werden in Bali bevorzugt als Opferblüte oder als Haarschmuck benutzt.


