Das Lehmdorf Makunaima

Die zehn meistgestellten Fragen zu Bauen und Spielen mit Lehm

Angefangen hat alles mit einem kleinen Lehmofen, der 1989 an der Britzer Mühle errichtet wurde. Bald entstand die Idee, mehr aus Lehm zu machen, zum Beispiel kleine Kunswerke, Figuren, Hütten und Spielgeräte. Initiator und treibende Kraft hinter dem spielerischen Umgang mit einem der ältesten Werkstoffe der Menschheit war Rainer Warzecha von „Interglotz“. Er führte auch den Namen Makunaima ein. So wird eine alte lateinamerikanische Religionsphilosophie genannt, die von dem Gedanken ausgeht, dass der Mensch als Greis geboren und im Lauf seines Lebens immer jünger wird. Kinder sind vollwertige Mitglieder der Gesellschaft, Erwachsene hingegen können getrost spielerisch und kindlich sein.

Heute präsentiert sich das zum Dorf angewachsene Lehmensemble in der Spiellandschaft unweit des Eingangs Tauernallee. In den Sommerferien herrscht hier Hochbetrieb, wenn Rainer Warzecha zusammen mit Kindern und Jugendlichen baut und werkelt. In den vergangenen Jahren entstand ein großer Lehm-Pfau und außerdem Berlins größter Bär aus Lehm, der innen hohl ist und Nischen aufweist, in denen kleine Lehmfigürchen thronen, Totempfähle, Osterinsel-ähnliche Plastiken und neuerdings sogar ein Spielpalast mit Rutschen, Klettermöglichkeiten und Aussichtsturm.

###

Zum Lehm kamen Ziegel, Holz, Stein und Keramik hinzu. "Tembo und Toto" , die neuen Elefanten im Britzer Garten wurden im Jahr 2008 in die Freiheit entlassen.

Durch die Unterstützung einiger Sponsoren konnte das Lehmdorf zu einer dauerhaften Einrichtung werden, die mittlerweile in Berlin und darüber hinaus gut bekannt ist. Schulklassen und Kitagruppen melden sich an und die Besucher des Britzer Gartens verfolgen aufmerksam die Weiterentwicklung des Dorfes.

Im Sommer 2004 wurde die Bauspielaktion als “Projekt des Monats” vom Deutschen Kinderschutzbund e.V. ausgezeichnet.