
Rosengarten
Bis in die 1920-er Jahre war Britz berühmt für seine Rosenzucht. Neben Beet-, Strauch- und Edelrosen kultivierten die Gärtner auch eine Rose mit dem Namen „Rosa britzensis“, also Britzer Rose und lieferten in der Saison täglich zwischen 400 – 800 Schnittrosen nach Berlin. Allerdings sind die seinerzeit beliebten alten Rosensorten, wie „Fisher et Holmes“, „Rosa britzensis“ oder „La France“ längst aus dem Handel verschwunden und nur noch Spezialisten bekannt.
An diese Tradition erinnert der rund 12.000 qm Rosengarten im Britzer Garten, bei dessen Planung historische Vorbilder Pate standen. Dichte dunkelgrüne Eibenhecken umschließen einen geometrisch gestalteten Innenraum und bilden gleichzeitig einen wirkungsvollen Kontrast zu den üppig blühenden Rosen. Durch aufwendigen Formschnitt wurde die Hecke dabei selbst zu Kunstwerken mit Fenstern, Schwüngen und Bögen, die den Blick in die umgebende Landschaft freigeben.
Eine rosenberankte Pergola teilt den Garten in zwei spiegelbildliche Schmuckflächen. Hier blühen Edel- oder Teerosen, Floribunda- und Polyantharosen. Räumliche Akzente setzen Pyramiden und Kugeln aus Eiben sowie zahlreiche Hochstammrosen. Niedrige Steinsitzbänke und eine ausladende, im Halbkreis geführte Sitzbank unter einer Pergola laden zum Verweilen ein. Außerhalb des Heckenquartiers gedeihen Duft- und Schnittrosen, Hecken-, Wild- und Parkrosen.
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Seit einigen Jahren erfreuen sich die historischen Rosen wieder großer Beliebtheit, von denen es im Rosengarten viele Sorten zu bewundern gibt. Sie gehören zu den Rosenklassen, die schon vor 1867 gezüchtet wurden und zeichnen sich durch schön gefüllte Blütenkugeln, reiche Farbschattierungen und einen ausgesprochen intensiven Duft aus.


