
Parkgestaltung
Das Charakteristische dieses 90 Hektar großen Parks ist die ruhige, naturhafte Parkmitte mit dem fast zehn Hektar großen See im Zentrum, eingebettet in eine Hügellandschaft, die mit dem Seeaushub modelliert wurde. Auf zwei Hügeln entspringen Quellen, deren Wasser kleine Bachläufe und Wasserfälle speisen: der Wiesenbach am Rodelberg und der Teichbach auf dem Wildspitzhügel.
Weiträumigkeit und Kleinteiligkeit, hell und dunkel, Berg und Tal, Seen, Quellen und Bäche kennzeichnen das Parkinnere. Eine Verknüpfung der Parkmitte mit den umliegenden Bezirken wurde durch grüne Achsen erreicht.
Gewässer und Uferbereiche üben seit jeher eine Anziehungskraft auf Menschen aus. Der See im Britzer Garten gliedert sich grob in den Großen See mit der „Liebesinsel“ und einen kleineren, südlich gelegenen See. Daneben gibt es den Ostsee und den kleinen malerischen Irissee. Der stark gegliederte See verbindet sich harmonisch mit der jeweilig ihn umgebenden Landschaft. In weiten Teilen des Sees reicht die Vegetation mit Gehölzen, Stauden und Wiesen bis an die Uferzone heran und setzt sich auch noch im Wasser fort wie beim Flachwasserbiotop, das zu den naturnah gestalteten, schützenswerten Parkbereichen zählt. Auch der Kopfweidenpfuhl und die dicht von Röhricht gesäumten Uferzonen, von denen man heute kaum noch glaubt, dass sie einst von Gartenarchitekten geplant und von Landschaftsgärtnern gestaltet wurden sind wichtige Rückzugs- und Brutgebiete für seltene Tierarten.
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Zahlreiche gärtnerische Attraktionen und Sondergärten fügen sich harmonisch in die Parklandschaft ein, darunter der Hexengarten - ein mittelalterlicher Burg- und Kräutergarten - der Karl-Foerster-Staudengarten, üppige Rhododendronpflanzungen, der Sommerblumengarten am Eingang Sangerhauser Weg und der von Eiben umfriedete Rosengarten mit rund 250 verschiedenen Arten und Sorten.
Ausstellungen und Informationen zu Pflanzen und Tieren findet man im Freilandlabor Britz. Der Bienengarten oder das Tiergehege mit Ziegen, Eseln und Schafen erfreuen nicht nur die Kinderherzen.
Die Spiellandschaft und der Wasserspielplatz, aber auch viele Spielgeräte im Park sind ein Eldorado für Familien mit großen und kleinen Kindern. Besonders beeindruckend – weil nahezu einmalig – ist das Lehmdorf "Makunaima" mit den Türmen und Figuren, Spielpalästen und dem Lehm-Labyrinth.
Auch die Gebäude und Brücken im Britzer Garten besitzen einen besonderen Charme, weil sie jeweils für die räumliche Situation entworfen wurden. Das Café am See wächst aus einem Berg heraus und nimmt architektonisch seine Silhouette auf. Damit wird es integraler Bestandteil der Landschaft. Den Knotenpunkt der Wege, Sichtachsen und Wasserflächen betont die Hauptbrücke. Sie gleicht einem hölzernen Wurzelgeflecht mit mehreren Auf- und Abgängen. Und die Orangerie am Kalenderplatz öffnet ihre Glasfront zur umgebenden Landschaft und Europas größter Sonnenuhr.


