Parks und Gärten
Insgesamt rund 600 Hektar Parkanlagen liegen in organisatorischer und teils auch in gärtnerischer Verantwortung der Grün Berlin GmbH.
Zu den herausragenden Parkanlagen der Stadt Berlin zählen die beiden ehemaligen Garten-schaugelände aus den Jahren 1985 und 1987: der Britzer Garten und die „Gärten der Welt". Beide sind Anziehungspunkte für Berlinerinnen und Berliner sowie die Gäste der Stadt, die übrigens auch bereit sind, für die hohe Qualität Eintrittsgeld für den Besuch zu zahlen.
Britzer Garten
Der Britzer Garten ist der Familienpark Berlins - angelegt zur Bundesgartenschau 1985. Die außerordentlich gute Pflege dieses Parks wird allgemein gelobt. Beliebt sind neben den Sondergärten wie dem Rosengarten oder dem Karl-Forster Staudengarten die gärtnerischen Sonderschauen zu Tulpen, Azaleen und Rhododendren und Dahlien. Angebote der Umweltbildung für die ganze Familie gibt es im Freialndlabor Britz. Der 90 Hektar große Park mit der 10 Hektar großen Seenlandschaft bietet Gartenkunst, Gastronomie, Bühnenkonzerte, Großveranstaltungen mit Feuerwerk, Sport- und Gesundheitsangebote, Tiere und eine Museumsbahn - vor allem aber gepflegte gärtnerische Anlagen und Natur pur. Deshalb wurde der Park im Jahr 2002 unter die schönsten Gärten Deutschlands gewählt und erhielt im Jahr 2012 den DGB-Ehrenpreis für nachhaltige Parknutzung.
Gärten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf
Die ganze Welt ein Garten: Bali und China, England als Irrgarten und Frankreich als Labyrinth, Japan und Korea, die Gärten des Orients und der italienischen Renaissance: Am Hang des Kienberges erstreckt sich die wohl umfangreichste Präsentation internationaler Schaugärten der Welt - geplant und gebaut von Architekten, Künstlern und Handwerkern aus den jeweiligen Ländern oder Regionen. Die originale Gartenkunst der Welt wird lebendig im chinesischen „Garten des wiedergewonnenen Mondes", im japanischen „Garten des zusammenfließenden Wassers", im balinesischen„Garten der drei Harmonien" oder im orientalischen „Garten der vier Ströme", im koreanischen „Seouler Garten", im italienischen Renaissancegarten „Giardino della Bobolina" oder im „Christlichen Garten". Veranstaltungen aus den jeweiligen Ländern oder Kulturkreisen der Gärten sind fester Bestandteil des Jahresprogramms in den „Gärten der Welt".
Natur-Park Schöneberger Südgelände
Auf einer ehemaligen Bahnfläche entstand im Laufe der Jahrzehnte eine in Berlin einmalige Kultur-Landschaft aus wilder Natur, den Resten alter Bahntechnik und moderner Kunst. Der Natur-Park ist gleichermaßen ein Ort der Vielfalt und der Gegensätze. So abwechslungsreich wie die Biotope und Lebewesen präsentiert sich auch die Nutzung dieser Kultur-Landschaft.
Hier treffen Natur, Mensch, Technik, Kultur und Kunst unmittelbar aufeinander und erzeugen eine Spannung, die anregend auf die Fantasie und die Kreativität wirkt. Rostbraune Stahlskulpturen der Bildhauergruppe ODIOUS erschließen als Stege, Baumhäuser oder Röhren das Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ermöglichen Einsichten und Ausblicke. Die Künstler gestalteten auch die Kunstwerke, Sitzmöbel und Pflanzgefäße des „Giardino Segreto", den geheimen Garten.
Park am Gleisdreieck
Wo früher Eisenbahnzüge über versiegelte Flächen rollten, entstand ein Park neuen Typs. Er befindet sich auf dem ehemaligen Areal des Anhalter- und Potsdamer Güterbahnhofs, das durch seine zentrumsnahe Lage jahrelang als Logistikfläche für die Bauarbeiten am Potsdamer Platz genutzt wurde. Die Stadtbrache war dadurch seit 40 Jahren für die Öffentlichkeit unzugänglich. Den internationalen freiraumplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Gestaltung des Parks gewannen im Jahr 2006 die Landschaftsarchitekten und Stadtplaner des Atelier Loidl aus Berlin. Ihr planerisches Leitbild für die beiden durch die ICE-Trasse getrennten Parkteile, den sogenannten Ost- und Westpark, sieht großzügige Rasenflächen im Zentrum und einen vielfältig nutzbaren Rahmen für Spiel, Erholung und Kommunikation vor.
Tempelhofer Freiheit
Nach der Schließung des Flugbetriebs sind die 303 Hektar großen Freiflächen des ehemaligen Flughafens Tempelhof seit Mai 2010 für die Öffentlichkeit zugänglich. Schritt für Schritt wird hier in den nächsten Jahren in einem nachhaltigen Entwicklungsprozess eine vielseitig nutzbare und strukturierte urbane Parklandschaft entstehen.
Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, schon jetzt das abgeschlossene Gelände zu entdecken. Genießen Sie den überraschenden Luxus der Weite mit dem großen Wiesenmeer mitten in Berlin und erkunden Sie den Lebensraum der besonderen Pflanzen und Tiere in der zukünftigen Parklandschaft.
Volkspark Pankow
Der Botanische Volkspark, zwischen dem urbanen Pankower Kiez und der sanftwelligen Topografie der Barnimer Kulturlandschaft gelegen, beherbergt seit seiner Gründung 1909 seltene Bäume aus China, Japan, Rußland, Osteuropa und Nordamerika. In drei rekonstruierten Schaugewächshäusern aus den 1920er Jahren sorgen tropische Gewächse für eine zauberhaft exotische Atmosphäre. Jenseits der gärtnerisch angelegten, denkmalgeschützten Flächen öffnen sich weite Wiesen und von alten Obstbaumalleen umsäumte Getreidefelder bis hin zu den feuchten Zingerwiesen und dem naturbelassenen Wald. Hier im Randbereich befindet sich die über 100 Jahre alte Geologische Wand, an der 123 Gesteinsarten aus Deutschland und die obersten Schichten der Erdkruste Mitteleuropas anschaulich dargestellt werden. Am Wildgatter können Damhirschen mit ihren Weibchen und Kälbern ganz nah beobachtet werden. Der Botanische Volkspark gehört zum Berliner Teil des Naturparks Barnim.







